![]()
Die Stadt St. Pölten, in der jährlich die Kulturpreise des Landes Niederösterreich verliehen werden, ist nach ihrem Patron, dem heiligen Hippolyt, benannt. Sein Name bedeutet wörtlich „Der Pferdelöser”. Der Legende nach wurde dieser Märtyrer von losgelassenen Pferden zu Tode geschleift.
Diese Geschichte ist eng mit dem Ort verknüpft, an dem dieses Stück uraufgeführt wird. Karlheinz Essl tritt hier selbst als „Pferdelöser” auf. Mit seinem selbstgebauten Modularsynthesizer entfesselt er ungestüme, wilde Klanglandschaften voller Kraft und Unberechenbarkeit.
Bei Essls Live-Performance spielen körperliche Gesten eine zentrale Rolle: Der Hautwiderstand seiner linken Hand beeinflusst die Klanggenerierung. Mit der rechten Hand moduliert er die Schallwellen des Lautsprechers mithilfe akustischer Resonatoren aus Metall, Holz und Stein. Mit diesen beiden Zügeln hält er die wild gewordenen Pferde zurück und lässt sich von ihrer ungestümen Kraft zu neuen Ufern treiben.
![]()
The town of St. Pölten, where the Lower Austrian Cultural Awards are presented annually, is named after its patron saint, St. Hippolytus. His name literally means 'the horse-unleasher'. According to legend, this martyr was dragged to his death by horses that had been set loose.
This story is closely linked to the venue where this piece is premiering. Karlheinz Essl himself appears here as the 'horse-unleasher'. Using his homemade modular synthesiser, he creates impetuous, wild soundscapes full of power and unpredictability.
Physical gestures play a central role in Essl’s live performances: the skin resistance of his left hand influences sound generation. Using his right hand, he modulates the sound waves from the loudspeaker with acoustic resonators made of metal, wood, and stone. Using these two controls, he reins in the runaway horses and allows their impetuous power to carry him to new shores.
Updated: 15 Sep 2026