Karlheinz Essl

Portrait KHE

orgue de cologne

tape music
1985


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Ausgangsmaterial für orgue de cologne ist ein Cluster, den ich auf der Orgel der Evangelischen Kirche in Klosterneuburg aufgenommen hatte. Dieser wurde mit einem alten Brühl & Kjaer Terzbandfilter (ein Gerät, das in den 50er Jahren auch im Kölner WDR-Studio verwendet wurde) in 7 verschiedene Filterungen transformiert. Diese 7 verschiedenen Sounds wurden dann zufällig in verschiedene Längen geschnitten. Mit diesen Bandschnipseln bin ich dann durchs Studio [Institut für elektro-akustische Musik der Wiener Musikhochschule] gelaufen und habe Leute gebeten, Bandstückchen aus einem Hut zu ziehen, die dann in dieser zufälligen Reihenfolge zusammengeklebt wurden. Durch weitere Bandschnitte-Manipulationen und Zufallsoperationen entstand schließlich ein Stück, das diesen typischen Kölner Sound hat - deswegen auch der Titel "orgue de cologne". (Karlheinz Essl)

aus: ZEITTON-Portrait Karlheinz Essl, Ö1 30.09.2003
Gestaltung: Elke Tschaikner


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Updated: 21 May 2006