Karlheinz Essl

Portrait KHE

ON FIRE

computer-generated sound scape for a room installation by Fabrizio Plessi
2001



Fabrizio Plessi: ONLY FIRE   ON FIRE is a sonic intervention to the space-filling installation ONLY FIRE of the Venezian artist Fabrizio Plessi which is presented at the Essl Collection between 28.11.2001 and 17.02.2002.

The sound of a fire blaze which is permanently filling the space is enriched with sonic gestures that are generated in real time by a special version of Karlheinz Essl's sound scape generator fLOW. The sound material on which it is based focusses on several aspects that are related with fire: steam and engine, heat and power, comfort and destruction.

Taking advantage of algorithmic models and chance operations - Karlheinz Essl's field of interest since the mid 1980ies - the sound structures emerge in realtime in an unpredictable and surprising manner. Instead of being a reproducible work, ON FIRE is an infinite process that develops like the uncontrollable power of fire.

The two sound sources for this installation are spatially distributed and separated: the constant sound of burning fire which was supplied by Fabrizio Plessi himself fills the entire space of the Grand Hall of the Essl Collection, whereas Karlheinz Essl's gestural sound scape ON FIRE is projected with 4 loudspeakers onto the curved wall of the so-called Rotunda: a circular room which opens itself into the Grand Hall like a funnel and through which the sounding of ON FIRE is transmitted into the installation space where it combines itself with the noise of the fire blaze.

The visitor, walking through the installation, will listen to different combinations and interferences of the two sound layers which constantly changes due to the move he takes.



deutsch   ON FIRE heißt Karlheinz Essl's Klangintervention zu der raumumgreifenden Installation ONLY FIRE des Venzianischen Künstlers Fabrizio Plessi, welche vom 28.11.2001 bis 17.02.2002 in der Sammlung Essl präsentiert wird. Das Geräusch eines lodernden Feuers erfüllt den Raum und wird durch computergenerierte Klanggestalten von Karlheinz Essls sound-scape-Generator fLOW bereichert. Das darin verwendete Klangmaterial thematisiert unterschiedliche Aspekte, die mit Feuer in Verbindung stehen: Dampf und Maschinen, Hitze und Kraft, Behaglichkeit und Zerstörung.

Seit Mitte der 80er Jahre beschäftigt sich Karlheinz Essl mit der kompositorischen Nutzung von algorithmischen Modellen und Zufallsprozessen, aus denen Klangstrukturen in Echtzeit generiert werden. ON FIRE ist somit nicht reproduzierbar, sondern ein unendlicher Prozess, der sich - genauso wie die unkontrollierbare Gewalt des Feuers - unvorhersehbar entwickelt und kaum bändigen lässt.

Die zwei primären Klangquellen der Installation sind räumlich voneinander getrennt: im Großen Saal ertönt eine von Fabrizio Plessi zur Verfügung gestellte Klangaufnahme eines lodernden Feuers; dazu erklingt Karlheinz Essls computergenerierte sound-scape ON FIRE, die mittels 4 Lautsprechern auf die gewölbte Wand der Rotunde projiziert und dort vielfältig reflektiert und gebrochen wird. Dieser bewegte Klangstrom steigt wie durch einen Trichter in den darüberliegenden Großen Saal und verbindet sich dort mit dem brodelnden Geräusch des lodernden Feuers.

Die Besuchern bewegen sich durch die Installation und hören dabei unterschiedlichste Mischungsverhältnisse der beiden Klangebenen, die sich mit dem Standort der Besucher ständig verändern.



Reviews

Henriette Horny: Mehr Sound fürs Kaminfeuer.
"Only Fire": Plessi-Schau in der Sammlung Essl

(...) Der Unterschied zwischen der Klosterneuburger und der vezianischen Plessi-Schau aber ist hörbar. In Klosterneuburg hat Karlheinz Essl die von Plessi gestaltete Geräuschkulisse verfeinert. Jetzt ertönt ein von Plessi zur Verfügung gestellte Klangaufnahme eines lodernden Feuers, und dazu erklingt Karlheinz Essls computergenerierte sound-scape ON FIRE, die auf die gewölbte Wand projiziert und dort vielfach gebrochen wird. Der Klangstrom bewegt sich durch den Raum und vermischt sich mit dem Geräusch des lodernden Feuers. Beim Rundgang hört man immer wieder unterschiedliche Mischungen. Die Musik tut der Installation gut. Sie holt sie zurück aus den Gefilden des Kitsch. (...)

in: KURIER (Ausgabe 28 Nov 2001, "Kultur & Medien")




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Updated: 3 Apr 2014