Entrée

Karlheinz Essl / Elisabeth Flunger


fLUNGER
Raumperformance für Schlaginstrumente, Soundscape, Live-Elektronik and Licht
im Rahmen des Projektes fLOW (1998/99)


Galerie Charim-Klocker
A-1010 Wien, Dorotheergasse 12
Tel: +43-1-512 09 15

10 Mar 1999, 20:00



fLOW ist ein work-in-progress, das zwischen Oktober 1998 und Oktober 1999 unter wechselnden Titeln und an verschiedenen Orten realisiert wird. Die Basis ist eine computergenerierte Soundscape, die den jeweiligen Raum mit Anklängen an Geräusche von Wasser, Erde, Feuer und Luft erfüllt. Bei jeder Realisation treten dazu live gespielte Kommentare von Musikern aus unterschiedlichen Musikbereichen - Neue Musik, Jazz, freie Improvisation und Elektronische Musik. An dieser improvisatorischen Ebene ist jeweils auch der Komponist Karlheinz Essl mit seinem elektronischen Improvisations-Environment maze°2 beteiligt. Die einzelnen Realisierungen nehmen Bezug auf den Charakter und das Umfeld des jeweiligen Ortes. Zu Sound und Musik treten auch Lichtinstallationen, Film- und Videoprojektionen, Computerinstallationen, Performance-Aspekte, Ablaufpläne sowie vom Computer vorgegebene Spielstrategien.


RealAudio

Klangbeispiele aus der Soundscape...



fLUNGER ist die im Rahmen des Projekts fLOW mit der Schlagzeugerin Elisabeth Flunger für die Galerie Charim-Klocker konzipierte Raumperformance. Die beiden großen Ausstellungsräume und ein kleiner Nebenraum werden in improvisierten musikalischen Aktionen und mit wechselnden Lichtverhältnissen in Bewegung gehalten: Die musikalischen und räumlichen Relationen von Schlagzeugerin, Komponisten, Lautsprechern und Instrumentensind in ständiger Veränderung begriffen. Die Soundscape tritt bei dieser sechsten Ausprägung von fLOW in ihrer bislang isoliertesten Form zutage, sie wird in Gestalt eines portablen CD-Players zum manipulierbaren Objekt.


live performance

photo: by Katharina Noever



Protagonisten

  Elisabeth Flunger percussion, performance
  Karlheinz Essl computer & live-electronics (m@ze°2)


Elisabeth Flunger (* 1960 in Bozen), lebt in Wien. Studierte Musikwissenschaft und Ethnologie an der Universität Wien sowie Schlagzeug und Komposition (Erich Urbanner) an der Wiener Musikhochschule. Spielt seit 1987 als freiberufliche Schlagzeugerin und Solistin in verschiedenen Ensembles, vor allem für zeitgenössische Musik. 1986 Gründung des Schlagwerkensembles "Les Guetteurs des Sons". Beschäftigung mit kubanischer und brasilianischer Percussion. Tätigkeit als Schlagzeugerin, Komponistin und Performerin in verschiedenen Theater- und Tanzproduktionen. Zusammenarbeit mit MusikerInnen und SängerInnen aus unterschiedlichen Bereichen, mit zunehmendem Schwergewicht auf freier Improvisation.

Karlheinz Essl (* 1960 in Wien). Studierte Musikwissenschaft und Komposition in Wien. 1990-94 "Composer in residence" bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik,1992/93 Realisierung eines Kompositionsauftrages am IRCAM in Paris. Unterrichtet "Computer Aided Composition" in Linz. Musikintendant des SCHÖMER-HAUSES. Komponiert Instrumentalwerke, elektronische Musik, interaktive Klanginstallationen, intermediale und Internet-Projekte. Tätigkeit als Performer im Bereich der Live-Elektronik. Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland. Internationale Zusammenarbeit mit den wichtigsten Ensembles für Neue Musik. 1996 Portraitkonzerte bei den Salzburger Festspielen.



Wasser, Erde, Feuer, Luft:
"fLOW" in der City

Seit sie mit Hubert Klocker die Galerie in der Dorotheergasse betreibt, scheut Anwaltsfrau und Designerklamotten-Anhängering Myriam Charim kein Experiment: "Bei einer Vernissage plaudert man, isst und trinkt", sagt sie streng. "Bei einem elektronischen Environment mit eigens für den Raum konzipierter Performance bedarf es einer Stunde Konzentration."

Diese Arbeit tat sie sich Mittwoch mit Regisseur Einar Schleef, Kostümbildnerin Annette Beaufaÿs, Matthew Antezzo, John Bock und Siegrun Appelt, den Szene-Künstlern ihrer Donnerstags-Vernissage, sowie verzückten Musikwissenschaftlern an: Karlheinz Essl, 38, längst berühmt als Komponist computergenerierter Soundscapes, erfüllte die Galerie mit "Anklängen von Wasser, Erde, Feuer und Luft". Elisabeth Flunger schlug dazu Dutzende Schlagwerke vom klassischen Instrument bis zu Kuhglocken, Holz und Haut.


Ro Raftl
in: Kurier, 12.3.99, S. 14 (Wien 1999)



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Updated: 8 Aug 99