Entrée

Karlheinz Essl / LUX FLUX


fLÜSTERN
Raumperformance für Tänzerinnen, Schwimmer, Wasser, Licht, elektronische Klänge und Schlagzeug
im Rahmen des Projektes fLOW (1998/99)


Sargfabrik - Badehaus
A-1140 Wien, Goldschlagstr. 169

16 Jun 1999, 21:00



fLOW ist ein work-in-progress, das zwischen Oktober 1998 und Oktober 1999 unter wechselnden Titeln und an verschiedenen Orten realisiert wird. Die Basis ist eine computergenerierte Soundscape, die den jeweiligen Raum mit Anklängen an Geräusche von Wasser, Erde, Feuer und Luft erfüllt. Bei jeder Realisation treten dazu live gespielte Kommentare von Musikern aus unterschiedlichen Musikbereichen - Neue Musik, Jazz, freie Improvisation und Elektronische Musik. An dieser improvisatorischen Ebene ist jeweils auch der Komponist Karlheinz Essl mit seinem elektronischen Improvisations-Environment maze°2 beteiligt. Die einzelnen Realisierungen nehmen Bezug auf den Charakter und das Umfeld des jeweiligen Ortes. Zu Sound und Musik treten auch Lichtinstallationen, Film- und Videoprojektionen, Computerinstallationen, Performance-Aspekte, Ablaufpläne sowie vom Computer vorgegebene Spielstrategien.


Klangbeispiele aus der Soundscape...



fLÜSTERN ist die nunmehr zwölfte Realisierung von fLOW und wurde in Zusammenarbeit mit der Performancegruppe LUX FLUX speziell für das Bad der Sargfabrik konzipiert. Die architektonische Struktur der Baderäume bildet ein Raster, in dem spontan improvisierte tänzerische und klangliche Aktionen stattfinden, die sich gegenseitig auslösen oder auslöschen können. Die Interaktion zweier männlicher Schwimmer (die auch als Musiker fungieren) und zweier weiblicher Tänzerinnen mit dem Raum und den elektronischen Klängen bildet ein sensibles Beziehungsystem, das sich nie im Gleichgewicht befindet und deshalb ständig in andere Zustände abzukippen droht. Das Spiel mit dem Wasser wird hier bewusst inszeniert und auf die Spitze getrieben in der Absicht, dem Fließenden selbst, das sich seinen eigenen Weg bahnt, Raum zu geben.



Photos by Oleg Soulimenko



LUX FLUX (Vienna)

was founded in 1994 by Inge Kaindlstorfer as a result of her long experience in the fields of dance and performance, and comes into being together with the experimental film-maker and musician Jack Hauser, the writer and musician David Ender and the performer Annette Pfefferkorn. LUX FLUX confronts dance with non-dance, technical apparatus with the human body, object with action, chamber music with noise, and from this installs her pieces. In this chaos of interdisciplinary complexity, LUX FLUX fathoms areas of human existence, which often lead to the absurd. The search for personal moving material forms the basis for the pieces. These are put into a very reduced, artficial environment, thus showing the special in everyday action.

LUX FLUX plays with the borders between seriousness and grotesque, trivial and scurrilous, tragedy and humour. Based on the question "What is dance? How is art?", aesthetic investigation, authenticity and individual expression stand in the foreground. We experiment instead of interpreting, we improvise instead of representing.

Some general terms:

The magic of the situation, the ambience as partner, palimpsest as creative model, movability in movement, the unexpected, mobile interface of artistic areas. Our map - your orientation. How much composition lies in improvisation?



Protagonisten

  Tänzerinnen: Inge Kaindlsdorfer, Annette Pfefferkorn
  Schwimmer: Jack Hauser, David Ender
  Schlagzeug: Elisabeth Flunger
  Computer & Elektronik: Karlheinz Essl



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Updated: 8 Jan 2006