Rückschau: Österreich liest (Thomas Fröhlich)
in: BIB-NEWSLETTER Musikuniversität Wien (8 Nov 2010)
Am 19. Oktober gab Karlheinz Essl, Komponist, Performer und MDW-Professor unter dem Titel BOOK OF SEQUITURS ein fulminantes Konzert. Gemeinsam mit der Mezzosopranistin Margarete Jungen, der Toy Piano-Spielerin Maria Kallionpää und dem Altsaxophonisten Lars Mlekusch gelang es ihm, die Anwesenden ausnahmslos in Begeisterung zu versetzen. Essl, der für die Live-Elektronik sorgte und auch selbst zur E-Gitarre griff, schuf ein sich gegenseitig befruchtendes Nebeneinander von haptischem und elektronischem Instrumentarium und ermöglichte eine faszinierende Gleichzeitigkeit von strenger Struktur und gezielt eingesetzten "Zufälligkeiten". In der popkulturell versierten Netzzeitschrift EVOLVER, die diesmal als Medienpartner der UB.MDW fungierte, erschien (nicht nur) aus diesem Anlass ein Artikel, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen: http://www.evolver.at/stories/Karheinz_Essl/
Das Vibraphon streicheln (Heike Eickhoff)
in: Allgemeine Zeitung Münster (14 Feb 2010)
Das Vibraphon kann, wenn es mit dem Cellobogen gestrichen wird, lange, glasklare Töne hervorbringen. Gekoppelt mit äußerst virtuos angewendeter Live-Elektronik kommen beeindruckend schöne Sounds heraus, entstehen Strukturen und Spannungsverläufe. Elektronik-Komponist Karlheinz Essl, ein Pionier dieser Szene, zauberte mit Schlagzeuger Stephan Froleyks eine äußerst spannende erste Konzerthälfte. In „Sequitur XI“ (2009) für Vibraphon, Becken und Live-Elektronik, das im Rahmen des diesjährigen Klangzeitfestivals im Kleinen Haus uraufgeführt wurde, dominierten lange die fließenden Sounds, unterbrochen von schnellem Spiel mit harten Schlegeln. Jede Wendung war wohlüberlegt. Weil Essl, der hier das Laptop bediente, und Froleyks so organisch zusammenspielten, entstand ein dichtes Musikgeflecht, ein kleines und feines Hörereignis für verwöhnte Ohren.
Ensemble on_line at the Austrian Cultural Forum Washington (Cecelia Porter)
in: Austrian Cultural Forum (30 Apr 2009)
Karlheinz Essl’s “Sequitur II” (2008-2009) sets the deeply colored sound textures of the bass clarinet against those produced and reproduced electronically, often resulting in flowing echo effects that thematically unify the entire structure. (...)
Sequitur (Julia)
in: Design Work by Karlheinz Essl - DESIGN-INTERACT blog (April 2008)
This new work comprises of performances using solo instruments including the flute, clarinet, trumpet, violin, cello, toy piano, e-guitar and voice mixed in with live electronics. The Sequitur program receives the input from the instruments, and differentiates it into eight parts. The random generator plays a different amount of parts each time, at various intervals all random. What is interesting about this is that there are inputs of music, but what comes out as the result is totally different to what was played. The processing is done in real time, with sound transformers altering the sonic shape.The song Sequitur III for violin and live-electronics begins high pitched the setting for a film - a torturing scene. Then I feel the lost romance in the next tones. At the middle, it sounds like Chinese music for Peking Opera which elevates the mood. It becomes sad, and then the high keys of the piano makes it light again. That was the only instrument I can fully recognized, the process by which the violins and other music go through in Sequitur III it becomes intertwined and mysterious. What is different in their location to our context is that it all seems classical, yet modern without any harsh beats of a drum. Some parts make you tap your feet; other melodies make you concentrate more to the composition of the song.
Sequitur (Samuel Gfeller)
in: Algorithmische Komposition und Live-Elektronik (Mai 2010)
(...) Ein anderes Beispiel für ein solches Modell ist der „Kanongenerator“, den Essl in seiner Werk-Serie „Sequitur“ für jeweils ein Soloinstrument und Live-Elektronik, verwendet. Das musikalische Modell lässt dabei einen kanonischen Kontrapunkt entstehen, der aus- schliesslich aus dem Inputsignal des Soloinstruments generiert wird. Vom Prinzip „Kanon“ wird dabei in erster Linie das verschobene Einsetzen von mehreren Stimmen übernommen. Dies geschieht jedoch nicht regelmässig, wie es bei herkömmlichen Kanons üblich ist. Das Eingangssignal wird innerhalb des Generators auf acht Stimmen vervielfacht und unterschiedlich verzögert. Was man vom Generator hört sind nun aber nicht die acht Stimmen miteinander, sondern eine Mischung der Stimmen, da sie in drei Instanzen per Zufall zusammengemischt und überblendet werden. Das Ergebnis von mehreren zufälligen Klangbearbeitungen ist eine Mischung, die aus einer bis acht Stimmen des Kanons besteht.
| Home | Works | Sounds | Bibliography | Concerts |
Updated: 11 Nov 2010