Ostwind - Westwind, und was sie an Neuem bringen (Peter Vujica)
in: Der Standard
(Wien, 10.3.89)
Im Foyer des Konzerthauses, unterm Titanen Ludwig van, die Intrada zur "Langen Nacht der Neuen Klänge". Ein "artifizieller Organismus" mit exotischem Schlagwerkzeug und allerlei Pfeifen: Karlheinz Essl's Proportional Circels 2314 mit dem Ensemble "Les Guetteurs des Sons".
Es war, als wollten sich Welten, die schon seit langem einander näherrückten, endgültig versöhnen: Karlheinz Essl's Proportional Circels 2314" zum Beispiel, die diese "Lange Nacht" schon am hellichten Nachmittag eröffneten, ließen in fließenden Beckenklängen, aus denen sich aus exotischen Blasinstrumenten weiche melodische Strukturen, bald gleich Äolsharfen, bald gleichsanfte Sirenen erhoben, eine Klangwelt des Friedens entstehen.
Eine weitere Gemeinsamkeit auch das neue Verhältnis zur Zeit. Hier wird
nicht mehr so sehr nach Takt und Rhythmus gesucht, wird der Ablauf des
Werkes weniger in vertikale Abschnitte geteilt. Es scheint vielmehr so,
als ginge man nun daran, die Flächen des Klanges in der Horizontale zu
splitten, den Valeurs nachzuhorchen, die zwischen den Klängen liegen.
Die laue Nacht der milden Klänge (Gerhard Rosenthaler)
in: AZ / Tagblatt (Wien, 11.3.1989)
Mit Karlheinz Essl's Proportional Circles 2314, einer treffsicher
konzipierten Schlagzeug-Programmusik in Geräusch und Gedanken, hub denn
verheißungsvoll an, was als anregendes Durcheinander von Ausdrucksformen
und Stilen gedacht war.
"Lange Nacht der Neuen Klänge" in Wien (Reinhard Kager)
in: Salzburger Nachrichten (Salzburg, 11.3.1987)
Karlheinz Essl's Komposition Proportional Circles 2314, die (...) die zweite, von der "Internationalen Gesellschaft für Neue Musik" organisierte "Lange Nacht" eröffnete, sollte eines der wenigen Stücke bleiben, dessentwegen es sich lohnte, den fast neunstündigen Marathon durchzustehen.
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Updated: 4.5.98